Aktuelles

Neuigkeiten aus stadt und Land und Weltkreis

                      (Spass eingeschlossen)

20. April 2017

 

In unserem 'fabelhaften' Garten wohnen auch jede Menge Vögel, unter anderem ein Amsel-Pärchen, die wir "Björn" (wie "Höcke") und "Tatjana" (wie "Festerling") getauft haben. 

 

Warum, so werdet Ihr Euch fragen, haben wir diesen doch eigentlich recht hübschen und auch wohlklingenden Tieren ausgerechnet die Namen der Oberschreihälse von AfD und Pegida gegeben?

Im Winter hatten wir eine Futterstation, mit Vogelhäuschen, Meisenknödeln, Erdnussbruch- und Sonnenblumenkernspendern und so weiter. Genug für alle, zumal wir stets dafür sorgten, dass genug Futter da war. Unseren Amseln aber war jedweder andere Vogel ein Dorn im Auge und so scheuchten sie Spatzen und Meisen, Finken und Zeisige und was sich sonst noch so einfand, als der Schnee gefallen war, von hinnen. "Amselland den Amseln!" - die Allegorie dürfte deutlich geworden sein. 

 

Wie passend der Vergleich war, haben wir heute erfahren: ein zweites Amselmännchen tauchte auf. Ein bisschen schlanker als "Björn", aber nicht weniger aggressiv. 

Der Name "Marcus" (Pretzell) drängte sich praktisch auf, zumal sich sehr schnell ein handfester Streit zwischen den beiden Amselmännchen ergab :-) 

 

Dieses Mal gewann übrigens "Björn". Ein Omen? ;-)

* * *

Wir wünschen Euch allen einen wunderschönen Frühling, wenn er denn endlich kommt, um zu bleiben *bibber* 

 

Alles Liebe,

Eva & Andi

 

1. Januar 2017

In der Silvester-Beilage unserer Tageszeitung fand ich einen Beitrag von Johanna Haberer, einer evangelischen Theologin und Professorin an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, in dem sie die Frage danach stellt, wer eigentlich mit dem "Establishment" gemeint ist, dem der Zorn der neurechten Wutbürger gilt, und das letztes Jahr so reichlich mit Denkzetteln bedacht wurde. 

 

Ihre Antwort überraschte mich im ersten Moment: "es sind nicht die Bank- und Firmenmanager, die 200 Mal so viel verdienen wie ihre Angestellten, es sind nicht die Steuerflüchtlinge und Fußballer mit millionenschweren Beinen, es ist nicht die Atom- oder die Ergie- oder die Waffen- oder die Pharma-Lobby. Nein, es sind die mittelschichtigen Geistesarbeiter: Lehrer, Professoren, Pfarrer, Journalisten, Politiker. Die sind es, die 'abgestraft' werden sollen.

 

Aber wofür eigentlich?"

 

Mit anderen Worten: wir sind es, jene unter uns, die sich mit der Welt auseinandersetzen, wie sie sich uns darbietet. Wir werden von den 'Wutbürgern' offenbar wahrgenommen als Erfüllungsgehilfen jener anderen Gruppe, die skrupellos ihre eigenen Interessen durchsetzt. Kurioserweise gehören genau die Gallionsfiguren der neuen Rechten - die Adlige Beatrix von Storch, Verdienstkreuzträgerin Dr. Petry und Jurist Gauland - zu jener Gruppe, die mit einem Gespinst aus Angstmacherei und Unwahrheiten die menschenfeindliche Stimmung im Lande schürt, um des eigenen Vorteils willen. (Wer das nicht glaubt, dem sei die Lektüre des AfD-Parteiprogramms empfohlen.)

 

Der Wunsch nach Veränderung sei selbstverständlich legitim, schreibt Frau Haberer. Verständlich sei auch, dass sich Bevölkerungsgruppen zu Wort melden, die sich ausgeschlossen fühlen von der öffentlichen Wahrnehmung, abgehängt von der gesellschaftlichen Entwicklung. Diese Bevölkerungsgruppen machten auf sich aufmerksam - das gehöre zum Wesen der Demokratie. 

 

"Aber will man sich tatsächlich eine Alternative einhandeln, die uns predigt, dass wir hart werden sollen und menschenverachtend, die unsere hässlichsten Charakterzüge streichelt?"

 

In einem verfassungsgeschichtlichen Exkurs verweist sie auf die Präambel der Verfassung des Freistaats Bayern, die immerhin von siebzig Prozent der bayerischen Bevölkerung in einem Volksentscheid angenommen worden war:

 

"Angesichts des Trümmerfeldes, zu dem eine Staats- und Gesellschaftsordnung ohne Gott, ohne Gewissen und ohne Achtung vor der Würde des Menschen die Überlebenden des zweiten Weltkrieges geführt hat,

 

in dem festen Entschlusse, den kommenden deutschen Geschlechtern die Segnungen des Friedens, der Menschlichkeit und des Rechtes dauernd zu sichern,

 

gibt sich das Bayerische Volk, eingedenk seiner mehr als tausendjährigen Geschichte, nachstehende demokratische Verfassung." 

 

"Sie taten das, weil sie erlebt und mit eigenen Augen gesehen hatten, wie eine Gesellschaft ohne Gott und Gewissen und Achtung vor der Würde des anderen aussieht. 

 

Sie hatten erlebt, wie man als Rassist ganz schnell zum Mörder werden kann und wie man als Weihnachtslieder singender deutscher Christ total gottverlassen sein kann. 

 

Mit diesen Erfahrungen sollte kein Bürger dieses Landes zündeln."

 

Dem ist nichts hinzuzufügen, außer, dass wir alle uns dem Verfassungsversprechen verpflichtet fühlen sollten, das auch im Artikel 1 unseres Grundgesetzes niedergelegt ist:

 

"Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt."

 

Wir setzen uns dafür ein, dass dieses Verfassungsversprechen auch künftig eingelöst wird. Zu schrecklich wäre die Alternative.

 

* * *

 

Wir wünschen Euch ein glückliches, gesundes und erfolgreiches Neues Jahr! 

 

Alles Liebe,

Eva und Andi

28. September 2016

"Wie haben wir das bloß geschafft?!?"

 

Wie konnten wir ohne Motto, Planung, Location, Friseur, Stylistin, Boudoir-Fotograf, Notfall-Körbchen für Hochzeitsgäste auf den Toiletten, "Save-The-Date"-Karten, ..., heiraten?

 

Ohne unsere Freundin Ewa, die in einem Studentenheim mit Party-Keller wohnte, hätten wir im Zimmer oder im Park gefeiert. Sie löste das Problem, indem sie uns zu unserer Hochzeit dort einlud. So war es ihre Party, und sie durfte dort natürlich feiern. Es wurde ein großartiger Abend. 

 

Das Essen war selbstgekocht, und die gigantische, viereckige, dreistöckige Hochzeitstorte sah äußerst romantisch aus unter ihren selbstgemachten Marzipanrosen. Allerdings hat Ewa sehr viel polnischen Ehezauber hineingerührt: "Je süßer die Hochzeitstorte, desto süßer die Ehe." Die Torte schmeckte nach dem Jahresbedarf an Zucker für eine vierköpfige Familie.

 

Absolut unvergesslich war auch die alte, dreckige Schubkarre, in der ich, auf Stroh und einer Decke thronend, vom Standesamt zum Studentenheim geschoben wurde. Der arme Andi! Kopfsteinpflaster und ein platter Reifen machten ihm unmissverständlich klar, wie unser Leben sein würde: irre lustig, holprig, und immer wieder anders, als man denkt. Der Japaner, der uns begeistert filmte, hat zuhause bestimmt erzählt, dass in Deutschland die frischgebackenen Ehefrauen wie Schweine vom Markt weggekarrt werden.   

 

Leider gab es Youtube noch nicht, sonst könntet Ihr Euch mit uns gemeinsam scheckig lachen. 

 

Ich kann mich an vieles erinnern, aber nicht daran, so viel Energie und Mühe in diesen einen Tag investiert zu haben wie unsere Kinder. Aber vielleicht hat die Zeit auch nur ihr gnädiges Mäntelchen des Vergessens darübergeworfen. Wer denkt von sich schon gerne als 'Brautzilla'? 

 

Bei unseren Töchtern fing es schon damit an, dass die Hochzeit einem Motto zu folgen hatte. Sowas wäre uns nie eingefallen. 

 

Halt! Stop!

 

Wir sind ja selber schuld! Jeder Kindergeburtstag hatte ein Motto und wurde ein fantasievolles Ereignis. Da bin ich immer noch stolz darauf. Ja - ich! Ich habe Steine aus Ideen  in den windstillen See der Kreativität geworfen. Dass daraus ein Hochzeits-Tsunami werden würde, habe ich natürlich nicht geahnt.

 

"Übertreib' nicht so, Mama!", würden die Beiden im gleichen Atemzug sagen wie "Sommernachtstraum!" und "Candy-Bar!"

 

Meine Schwiegersöhne sind großartige und tolle Menschen. Wahrscheinlich wurden sie es, weil sie keinen Tropfen blauen Blutes oder Geldadels in sich tragen. Die Ausgangslage war also klar: wer kein Geld hat, wird in seinem Ideenreichtum wenigstens nicht durch Bequemlichkeit gebremst. 

 

Monate der Vorbereitung und des Rechnens näherten sich ihren fulminanten Höhepunkten. Nachdem der Wettergott mit einem feuchten Frühling und Sommer startete, waren wir alle überglücklich, als die Sonne alles nachholte, was sie im Frühjahr versäumt hatte. 

 

Es wurden zwei absolute Traumhochzeiten.

 

Die eine fand mit mit selbstgebastelten Marmeladenglaslaternen unter Bäumen und verwunschenen Waldgestecken aus Pilzen und Moos statt. Dazu gab es göttliche Swing-Musik aus der Stereoanlage, oder alte Disney-Filmhits à capella.  Bei der anderen gab es ein riesiges, herausgeputztes Partyzelt, einen Discjockey und atemberaubend schöne Blumen-Arrangements. 

 

Bei einer Hochzeit brachten die Gäste das Essen mit, das dann genau so bunt und verschieden war wie die Köche und Gäste. Bei der anderen waren mehrere Menüs auf der eigens dafür gedruckten Speisekarte. Bei beiden Hochzeiten schmeckte das Essen jedenfalls hervorragend.

 

Meine beiden Töchter heirateten also binnen eines Monats. Könnt Ihr Euch an die letzten Wochen erinnern? Es schien doch immer die Sonne und die Abende waren lau. 

 

Bis auf zwei Wochenenden. 

 

Ratet mal!

 

Ja! 

 

Es regnete nicht nur, es goß wie im Monsun. "I'm singin', and dancin' in the rain" wurde das Motto beider Feste, beider Traumhochzeiten.

 

Also haben beide Paare nicht nur das Hochzeitsjahr gemeinsam, sondern auch eine Prophezeihung: die Standesbeamtin im Pellerschloss sagte, dass nach alter Überlieferung eine Ehe, bei der die Braut vom Regen benetzt wird, sehr reich wird. Wir gehen mal von viel Humor aus. 

 

Für den Rest des Jahres wünsche ich mir jetzt gepflegte Langeweile ;-)

 

Eva

 

10. August 2016

Mein Gott, stinkt das!

 

Erst nach der Zugabe von Urgesteinsmehl musste ich nicht mehr würgen, aber heftig war es trotzdem. Aber für schöne Hochzeitsbilder im heimischen Garten muss alles blühen. Der Mief hat sich bis dahin auch verzogen, bin ich sicher:-)

 

Während ich Gießkanne um Gießkanne der verdünnten Brennessel- und Schachtelhalmjauche im Garten verteilte, war er wieder da - der Geruch der Kindheit, als ich bei den Bauern im Dorf auf Kühen geritten bin und Hühner zum Fliegen brachte. Dass sie nach der Flugshow keine Eier mehr legten, war mir egal. Die Bäuerin, die am Morgen vor einem leeren Nest stand, hat die Ursache bestimmt geahnt. Außerdem haben mich ihre Jungs mit vorgehaltener Spielzeugpistole dazu gezwungen! Da bin ich mir ganz sicher. Schließlich war ich ja nur ein Mädchen und die können doch kein Wasser trüben!

 

Jetzt noch lange nachgießen, denn der angemeldete Regen hat mich im Stich gelassen.
Hoffentlich können wir heute Abend bei geöffnetem Fenster schlafen!

E.

7. August 2016

"Ne fette Schwarze in unserem Garten!" E. war total aufgeregt. "Wird ne fette Fliege sein!", gibt A. zurück, der aber genau weiß, dass ihn E. keines Blickes mehr würdigen wird, wenn er sich nicht in den Garten bequemt, um den Eindringling zu begutachten.

"Nein", stellt er dann fest. "Eine Fliege ist DAS nicht."

 

Stattdessen freuen wir uns über einen weiteren Gast, der das "Refugees welcome!"-Wapperl an unserer Tür wörtlich genommen hat: seit gestern wird das Geißblatt in unserem Südgarten von einem auffallend großen Insekt, gut doppelt so groß wie unsere dicksten Hummeln besucht. Wegen seiner Größe dachten wir im ersten Moment, es mit einer besonders fetten Hummel zu tun zu haben, die sich in ein Batman-Kostüm gezwängt hat. Anders als Hummeln hat sie aber eine sichtbare Taille, und auch ihr Brummen ist ein ganzes Stück tiefer und lauter als das der Hummeln in unserem Garten. 

Das Internet wusste Rat: die Große Holzbiene ist ein Klimamigrant aus dem Mittelmeerraum, sich seit der Jahrtausendwende auch in Süddeutschlands sonnigen Flecken ausbreitet. Bisher wurden Vorkommen der Großen Holzbiene in der Gegend um Feuchtwangen und Bad Windsheim nachgewiesen, jetzt haben wir also auch welche in Nürnberg.

Für die Bestäubung taugen sie leider nicht: wegen ihrer Größe fressen sie Löcher in die Blüten, um an den edlen Stoff im Kelch heranzukommen. 

Auf alle Fälle ist sie eine beeindruckende Erscheinung, und obwohl wir sie bei der Ankunft nicht mit Teddybären beworfen haben, freuen wir uns, dass sie bei uns ist. Wir warten jetzt auf den Antrag auf Familienzusammenführung. Sorgen, sie sattzukriegen, haben wir nicht, da es bei uns überall und in allen Farben blüht. Wir schaffen das! Willkommen, Große Holzbiene!

25. Juli 2016

Scheiße.

 

Das war mein erster Gedanke, als ich heute morgen die Schlagzeile der Süddeutschen Zeitung las: "Sprengsatz in Ansbacher Innenstadt explodiert". 

 

Ich kenne den Platz, an dem sich das ereignet hat. Eva und ich haben letztes Jahr vor Weihnachten beim "Schwarzen Bock" ein 'Dinner for two' von Jochen Schweizer eingelöst, ein Geschenk unserer älteren Tochter. Wir verbanden das mit einem anderen Angebot des Hotels zu einem Kurzurlaub in der Regierungshauptstadt von Ansbach. Meine Gedanken gingen sofort zu den netten Damen und Herren vom 'Schwarzen Bock', da der Anschlag sich vor der Weinstube direkt neben dem Hotel ereignet hat. 

 

Ich bin froh, dass (außer dem Täter) niemand zu Tode gekommen ist. Mein Mitgefühl gilt den Verletzten, denen ich von Herzen wünsche, dass sie sich rasch vollständig erholen, und ich hoffe, dass alle, die Zeugen des Geschehens waren, das Erlebte gut verarbeiten können. Mein Dank gilt einmal mehr den Einsatzkräften von Rotem Kreuz, Feuerwehr und Polizei, die dafür sorgten, dass die Opfer schnell versorgt wurden und es nicht zu einer Massenpanik kam, in deren Verlauf noch mehr Menschen verletzt worden wären. Mein Dank gilt auch denen, die scharfe Einlasskontrollen durchgeführt haben, sodass der Täter nicht aufs Gelände kam. Ihnen Allen gebührt unser aller Dank.

 

Gleichzeitig wirft der Vorfall Fragen auf. Zum dritten Mal in einer Woche hat ein Mensch, der bekanntermaßen unter psychischen Problemen litt, einen Anschlag auf das Leben anderer Menschen verübt. Das Mittel seiner Wahl, eine Bombe, ist ein klassisches Terrorinstrument und für den Augenblick will ich mal unterstellen, dass es auch eine Motivlage gab, die uns sagen lässt, es habe sich um einen bewussten Akt des Terrors gehandelt. Dann war dieser Mann ein Terrorist, und Bayern hat seinen ersten "Terroranschlag" dieses Jahrtausends erlebt. 

 

Ändert dieser 25. Juli deswegen alles? 

 

Ich hoffe nicht. Wo werde ich enden, wenn ich in jedem Rucksack eine Bombe, in jedem Hosenbund eine Glock oder in jedem Geigenkasten eine Maschinenpistole vermute? Wie kann ich noch auf die Straße gehen, wenn ich annehmen muss, dass mein Nachbar (Migrant aus Rumänien) oder dessen Nachbar (Migrant aus Russland) oder die Leute am Anfang der Straße (türkische Großfamilie mit kopftuchtragenden Frauen) mich in die Luft sprengen, über den Haufen schießen oder mit dem Schwert niedermetzeln wollen? Meine Teilnahme am Leben müsste hier und jetzt konsequenterweise enden, ich werde mir Lebensmittel und alles andere liefern lassen (hoffen wir mal, dass der Ausfahrer von DHL oder Hermes besseres zu tun hat, als mich zu töten) und verbarrikadiere mich in meinem Haus. 

 

Damit gebe ich zu, dass der Terror gewinnt.

 

Oder ich gehe hinaus, wie jeden Tag, grüße Manfred (den Rumänen), Sascha (den Russen) oder Sefrem (die Türkin) freundlich wie immer und werde freundlich zurück gegrüßt. Ich gehe weiter zum Bus, steige ein, grüße den (fränkisch sprechenden arabisch aussehenden Fahrer) und nehme Platz neben der dicken Negerin, die am Eibacher Bahnhof eingestiegen ist und ihre Freunde im Erstaufnahmelager in Zirndorf besuchen will. Ich fahre mit der Ubahn in die Innenstadt, steige am Plärrer um in eine andere Ubahn und an der Lorenzkirche wieder aus, um an etlichen (fränggischen und türkischen und griechischen) Marktständen auf der Museumsbrücke vorbei zum Hauptmarkt zu gehen, wo ich mich in ein Straßencafé setze und einen Cappuccino trinke, den mir der italienische Kellner des Eiscafés serviert. 

 

Und ich werde dieses Abenteuer überleben! Stellt Euch vor, man kann diese multikulturelle Normalität tatsächlich überleben! 

 

Also, ich hoffe, dass dieser 25. Juli dies alles nicht ändert. Aber ich sehe, dass er es doch tut. Menschen, die ich sehr schätze, belehren mich, man müsse viel besser aufpassen, wir bräuchten ein "israelischeres" Mindset, und überhaupt gingen wir mit unserer "Friede, Freude, Eierkuchen"-Mentalität ein viel zu hohes Risiko ein. Die Bruchstelle, die Rechtspopulisten in inserer Gesellschaft angerissen haben, sie wird nun durch Tragödien wie die von Würzburg, München, Reutlingen und Ansbach vertieft, weil allzuviele nur darauf gewartet, ja es geradezu herbeigesehnt haben, dass so etwas passiert, und weil nun alle Beteiligten - die Islamisten des IS und die fanatischen Anti-Muslime von AfD und Pegida - die Opfer dieser sinnlosen Gewalt instrumentalisieren. 

 

Ein anderer Freund, den ich sehr schätze, fragte, ob er denn jetzt (nach Ansbach) von Terror sprechen dürfe. Ich antwortete mit der Gegenfrage, ob der vorsätzlich herbeigeführte Absturz von Germanwings-Flug 4U9525 in seinen Augen ein Terrorakt oder "nur" ein erweiterter Selbstmord gewesen sei. Zugegeben, den Opfern und ihren Hinterbliebenen ist es egal, die Lücke, die all die Toten hinterlassen, wird nicht mehr oder weniger schmerzhaft, weil es sich um einen Terrorakt gehandelt hat oder nicht. Ein anderer Freund meines Freundes kommentierte (und ich zitiere wörtlich:) "...wenn du es Terror nennt, macht du genau das, was Terroristen erreichen wollen: Aufmerksamkeit erzeugen und Angst schüren...". 

 

Ich denke an den vergangenen Freitag zurück. Wie bereitwillig haben viele geglaubt, eine Bande von Terroristen habe sich über das Olympia Einkaufszentrum in München hergemacht! Unsere Wahrnehmung ist schon so verzerrt, dass noch nicht einmal die Polizei selbst auf den Gedanken kam, die beobachteten "Männer mit Langwaffen" könnten ihre eigenen Leute gewesen sein. 

 

Ich denke an den 'Deutschen Herbst' zurück, den ich als Heranwachsender miterlebte, als junges CDU-Mitglied, das fest auf dem Boden der freiheitlich-demokratischen Grundordnung stand und sich im Schulunterricht regelmäßig Redeschlachten mit den anwesenden Jungsozialisten lieferte. Aber die Bedrohung durch die RAF schweißte uns alle zusammen. Wir alle standen wie ein Mann hinter der Regierung, hinter unseren Mitbürgern, sogar hinter unseren Lehrern ;-) Das gab es einfach nicht, dass wir zugelassen hätten, dass der Terror unsere Gesellschaft spaltet!

 

Etwas hat sich gewaltig verändert in unserem Land. Populistische Hetze fällt auf fruchtbaren Boden, genährt von der Wut und der Angst und dem Hass jener, die sich in unserer heutigen Welt aus den verschiedensten Gründen zurückgelassen fühlen. DIES ist die eigentliche Spaltung unserer Gesellschaft, jene zwischen "oben" und "unten", zwischen "arm" und "reich", die immer weniger Menschen wahrnehmen, weil sie durch die viel lautstärker begleitete Spaltung in "Deutsche" gegen "Migranten" überlagert wird (wobei es immer schwerer fällt, zu definieren, was "deutsch" ist und was nicht.) 

 

Das ist der Abgrund, auf den wir als Gesellschaft zu rutschen: anstatt zusammenzustehen, zu jenen zu stehen, die um Lösungen ringen, zu jenen zu stehen, die vor Krieg und Gewalt fliehen, zu jenen zu stehen, die unsere offene Gesellschaft verteidigen, lassen wir uns gegeneinander aufhetzen in unserer verständlichen Sehnsucht nach einfachen, raschen Lösungen. Doch wir müssen verstehen, dass es solche Lösungen nicht gibt, nicht geben kann - Jahrzehnte von Ausbeutung, Krieg und Gewalt in der Dritten Welt sind auch durch uns verschuldet und durch unsere Art, zu leben. All diese Jahrzehnte lassen sich nicht mit einem Federstrich ungeschehen machen - Frankreich wird heute vor allem von seiner blutigen Kolonialgeschichte heimgesucht, das darf man nicht vergessen. 

 

Die Rechtspopulisten behaupten, wir hätten uns diese Probleme (auf die sie einfache Antworten parat haben) erst ins Land geholt. Das ist natürlich Blödsinn - niemand hat diese Probleme "hergeholt", sie haben uns, wenn überhaupt, "eingeholt".  Und anders als die Rechtspolulisten behaupte ich, Deutschland hat von seiner offenen Gesellschaft profitiert - gerade die freundliche Aufnahme der Geflüchteten hat in 99,999999% dieser Menschen ein tiefes Gefühl der Dankbarkeit entstehen lassen. Es ist wie überall im Leben: "Was du nicht willst, das man dir tu', das füg' auch keinem Anderen zu." Klatschen am Bahnhof, Teddybärenwerfen, Getränke und Essenspakete ausgeben, Trost spenden - ich stehe dazu. Es war und ist das Richtige, wenn man Menschen zu Freunden machen will. Wir hatten - und haben! - die Chance, uns Freunde unter diesen Menschen zu machen, wenn - ja, wenn wir sie als Menschen ansehen und aufhören, von ihnen als "Flüchtlingen", "Asylanten" oder gar in Schimpfworten zu reden und so den Keil zwischen uns noch tiefer zu treiben. 

 

Denn dann hätte der Terror erreicht, was er erreichen will: die Spaltung unserer Gesellschaft aus Angst und aus Zorn, aus Hass. 

 

Deshalb sollte der 25. Juli uns alle gemahnen, dass wir in einer Gesellschaft leben, gemeinsam, ohne Furcht, den Blick fest auf die Zukunft gerichtet. Es ist an uns, was wir aus dieser Zukunft machen.

 

PS: Ja, ich weiß, "Negerin" sagt man nicht. In diesem Kontext geht es aber um die Illustration von Vorurteilen. Deswegen die Wortwahl.

 

27. Juni 2016

Wieder zu haben: "Die Traumnäherin" als Taschenbuch - signiert und mit einem Lesezeichen, das auf der Originalmaschine handgenäht wurde!

 

Das alles gibt es für 10,95€ zzgl. 3,50€ Versand (2 und mehr Bücher 4,50€ Versand).

 

Wie immer gilt: first come, first serve!

 

22. Juni 2016

Wir werden immer wieder gefragt, ob was passiert ist, ob wir gesund sind oder ob wir auf eine Insel im Internet-freien Ozean umgezogen sind.

 

Ja, es ist was passiert!

 

Unsere Töchter sind viel zu schnell groß geworden. Ihr Kinderlachen noch in den Ohren sind wir in einen Strudel der Ereignisse gezogen worden, der uns jede Minute fordert.

 

Denn beide haben beschlossen, diesen Sommer zu heiraten.

 

Gerade mal vier Wochen lassen sie uns Atem holen zwischen den Feierlichkeiten.

Diese Zeit haben wir aber auch bitter nötig, da schon jetzt die Luft brennt. Sie brennt im Hochzeitsfieber.

 

Es gibt so viel zu tun. Und wir lassen uns gerne mitziehen in diesen Sog der Vorfreude und der romantischen Planungen.

 

Wir haben Euch nicht vergessen und gelegentlich nutzen wir eine freie Sekunde für einen kurzen Blick ins Facebook, um dann doch wieder mit einer Tochter über Hochzeitstorten zu diskutieren, bzw. zu träumen.

 

Aber dennoch werden wir bald eine Aktion für unsere Taschenbücher machen.

Lasst Euch überraschen.

 

Bis bald 

 

Eva und Andi

31. März 2016

Die Stadtbibliothek Nürnberg ist die älteste städtische Büchersammlung im deutschsprachigen Raum, wie eine Ausleih-Urkunde vom 30. Dezember 1370 beweist. 

In ihren Räumen und Magazinen hält sie mehr als 900.000 Medien vor, die ihren über 60.000 aktiven Benutzern zur Verfügung stehen.

 

Darunter befinden sich *) 

- 3.100 Handschriften

- 2.000 Inkunabeln

- 77.000 Drucke vom 16. bis zum 19. Jhdt.

- 10.000 Autographen

- 2.400 Karten

- zahlreiche Notenblätter 

- CDs und DVDs

 

Foto: Wikipedia 

... und seit Februar auch zwei ausleihbare Exemplare unserer "Traumnäherin":

Es freut uns, und es macht uns stolz, dass wir in den Bestand der ältesten Stadtbibliothek des deutschen Sprachraums aufgenommen wurden. 

Liebe Nürnberger, nun ist es an Euch: wenn Ihr uns auf richtigem Papier lesen möchtet, hier könnt Ihr es tun!

 

(Natürlich könnt Ihr auch beim Buchhändler Eures Vertrauens nach unserem Buch fragen. Oder Ihr schreibt uns - wir schicken Euch gerne ein signiertes Exemplar zu.)

*) Information entnommen der Homepage der Stadtbibliothek Nürnberg, https://www.nuernberg.de/internet/stadtbibliothek/

 

22. Dezember 2015

 

Wir wünschen all unseren Lesern, Fans und Freunden ein wundervolles, friedvolles Weihnachtsfest und ein glückliches neues Jahr. Wir würden uns freuen, wenn Ihr uns auch im neuen Jahr die Treue haltet und Euch die eine oder andere Geschichte von uns erzählen lasst.

 

Viele Grüße

Eva und Andi

 

PS: Wir haben für Euch eine Weihnachtsgeschichte geschrieben. Ihr könnt Sie hier lesen. Nächstes Jahr veröffentlichen wir die Geschichte rechtzeitig zu Weihnachten bei Amazon.

 

15. August 2015


Vielleicht könnt Ihr Euch erinnern, dass wir letztes Jahr ein paar Probleme mit einem Wespenstaat hatten, der sich in unserer Trockenmauer gegründet hatte.

 

 

So verbrachten wir den Abend vor unserer ersten Lesung in der Notaufnahme, weil Andi beim Rasenmähen ein paar Stiche abbekommen hatte.








Daraufhin mähte er den Rasen nur noch als Wespe verkleidet.

 

 

 

 

 

 

 

Dieses Jahr haben wir kein Wespennest auf dem Grundstück. Vielleicht liegt es ja daran:

Den Trick, eine ausgestopfte Papiertüte in einen Baum zu hängen und damit Wespen auf Erkundungsflug glauben zu lassen, unser Grundstück wäre bereits besetzt, fanden wir auf pinterest ;-)


Bis jetzt wirkt er.


Viele Grüße

Eva und Andi

4. Juli 2015


Alle stöhnen unter der Hitzewelle - wir freuen uns über das schöne Wetter :-)


Wir sind um halb fünf aufgestanden, um das hier mitzubekommen:

Dazu gab's ein leichtes Frühstück ;-)

... leider auch für die Bremsen, die sich uns gut haben schmecken lassen. 

 

Soviel zu "an der Spitze der Nahrungskette stehen." Lol.

Der Heimweg bot so manch schönes Bild: 

... die Stromschnellen der Rednitz ...

... oder einen hohlen Baum wie aus dem 'Herrn der Ringe':

Zur Nachahmung ausdrücklich empfohlen!


Ostersonntag, 5. April 2015


Frisches Lesefutter!


Um die Wartezeit zu unserem zweiten Buch etwas erträglicher zu machen :-), haben wir eine Kurzgeschichte aufgelegt:

Eine Uhrmacherin erwacht mitten in der Nacht in der Stille ihres Hauses. Eine Uhr hat nach ihr gerufen.


Ein Fernfahrer verlässt das nächtliche Berlin in Richtung Süden.


Zwei Schicksale treffen in dieser Nacht dramatisch aufeinander, von denen sich eines erfüllen wird.


Eine spannende Kurzgeschichte aus der Welt der Zauberin wider Willen, Anna Feldmann, dem Leser bekannt aus dem Überraschungs-Bestseller des Fantasy-Sommers 2014: "Die Traumnäherin".

Wir haben die Kurzgeschichte auf bookrix.de verlegt, von wo aus sie in die meisten Online-Shops geliefert wird, für die ersten beiden Wochen kostenlos ... für unsere Freunde und Leser. 


Viel Spaß beim Lesen!


Viele Grüße, und frohe Ostern!

Copyright: CoolPhotos.de

Eva und Andi


22. Februar 2015


Gestern war A.s Geburtstag. Was jemandem schenken, der eigentlich schon alles hat? Das ist jedes Jahr die Herausforderung, zumal er es seiner holden Weiblichkeit auch nicht einfach macht. Aber irgendwie kriegen sie es immer wieder hin, ihn zu überraschen:

Nach einem ersten Probeschlückchen konnte dann auch der Propeller montiert werden:

Ein geniales Geschenk, mit Nachfüllgarantie ;-)

 

18. Februar 2015

 

Fünfter Tag der Do-It-Yourself-Challenge, zu der uns Laura nominiert hat. Heute zeigen wir Euch ein Türschild, das wir 2009 für den Eingang unseres Hauses gestaltet haben.


Das unbemalte Türschild samt Aufhängung fanden wir auf einem Gartenmarkt auf Schloss Pappenheim im Sommer 2009. Die Aufhängung ist aus gealtertem Gusseisen, das Hängeschild selbst ist aus Eisenblech. Den Rest erledigten Farben, Pinsel und Spaß am Malen:


17. Februar 2015

 

Am heutigen vierten Tag der Do-It-Yourself-Challenge, zu der uns Laura herausgefordert hat, zeigen wir Euch, was wir mit MOPPE, dem IKEA-Schubladenschränkchen, gemacht haben. Die gestalteten Kästchen waren Geburtstagsgeschenke für unsere Töchter.

 

Die Form des Kästchens hat etwas Architektonisches. So haben wir ein Kästchen als Draufsicht auf einen parkähnlichen, kleinen Garten mit einem kleinen Palais gestaltet:

Andererseits erinnert die Geometrie des Kästchens auch an einen venezianischen "Palazzo":

Leicht anschleifen und dann mit Acrylfarben lackieren. Der Rest ist einfach nur Phantasie.


16. Februar 2015


Heute ist Tag 3 unserer DIY-Challenge, zu der uns Laura Birkenlichtung herausgefordert hat. Wir zeigen Euch daher unsere Tomaten-Tralleys. E. fand die Anleitung für die aneinandergelehnten Rankgitter auf pinterest. Das Holz - unbehandelte Douglasie, die von sich aus wetterfest ist und daher für ernährungsrelevante Pflanzen besonders geeignet - bezogen wir von der Holzhandlung Zimmermann in Nürnberg:

Anwendung: in sonniger Lage regengeschützt aufstellen, je nach Topfgröße zwei oder drei Tomaten einpflanzen, das Ganze mit Tagetes gegen Schnecken schützen, und einem Sommer mit aromatischen Tomaten steht nichts mehr im Wege ;-)


15. Februar 2015


Zweiter Tag der Do-it-yourself-Challenge: heute zeigen wir den solargetriebenen Gartenbrunnen, den A. E. 2006 zum Geburtstag geschenkt hat:

Gartenteichpumpe, Akku, Regelelektronik und Solarpaneel kamen in einem Set von conrad-Electronic, das Loch für den Wasserbehälter hob Andi mit Michi aus, der Bottich samt Deckel und dem zentralen Brunnenbassin kam aus dem Baumarkt. Steine und Kiesel sammelten wir auf Spaziergängen ein und bauten die Quelle in der hinteren Ecke unseres Gartens auf, im Schatten des Pavillons.

Im Sommer ist dies unser liebster Rückzugsort. Denn selbst bei großer Hitze macht das Plätschern und das grün bewachsene Dach den Aufenthalt im Freien zu einem Vergnügen. Dort ist im Sommer unsere Schreibwerkstatt.


14. Februar 2015


Heute ist Valentinstag. Und weil sein Bruder A. ins Gewissen geredet hat, dass man den lokalen Blumenhandel unterstützen müsse (Flori macht selbst in Blumen ;-)), und weil draußen alles trist und grau aussieht, hat A. einen hübschen Strauß aus E.s Lieblingsblumen zusammenstellen lassen: Tulpen und Rosen:

14. Februar 2015


Laura hat uns zur "Do-it-yourself-Challenge" herausgefordert. Fünf Tage hintereinander sollen wir Gegenstände zeigen, die wir selbst gemacht haben.


Heute ist der erste Tag:

Dieses Jahreskreisbuch hat A. für E. zu Weihnachten 2007 gemacht. Damals arbeitete er in Schweden und kam nicht jedes Wochenende nach Hause. Darauf wies auch die Widmung hin:

1. Februar 2015


Unsere neue Werbung - diesmal mit einem bekannten Hollywood-Regisseur - ist wieder sehr gut angekommen. 


21. Dezember 2014


Unsere Kampagne "Die Mächtigen der Welt lesen 'Die Traumnäherin'" ist ein voller Erfolg!


Bei dieser Gelegenheit konnten wir auch erstmals enthüllen, warum Putin Angie nicht mag:



21. Dezember 2014


... und gleich noch einen nachgelegt :-)

16. Dezember 2014

6. Dezember 2014

12. Oktober 2014

23. September 2014