Evas Reise

Die wahre geschichte, wie ich dem Rollstuhl entkam.

Ich lebe seit 27 Jahren mit Multipler Sklerose. Die Krankheit wurde kurz nach meiner Hochzeit festgestellt, und gemeinsam mit meinem Mann und meiner Familie nahm ich den Kampf auf. 

Als mein Verleger davon hörte, und ich ihm meine Geschichte erzählte, sagte er spontan: "Das musst du aufschreiben!" Und so sitze ich jetzt - nein, nicht in meinem Rollstuhl, der ebenso staubig ist wie der auf dem Bild - sondern an meinem Schreibtisch und schreibe.

Dieses Buch wird meine Geschichte so wiedergeben, wie sie tatsächlich passiert ist. Vermutlich ist es das zehntausenderste Buch zu diesem Thema, aber wenn ich mich umsehe und feststelle, wie viele Menschen mit der Diagnose einfach nicht zurechtkommen, dann wird mir klar, dass es noch viel mehr solche Berichte braucht, aus denen vor allem neu diagnostizierte Patienten Trost und Hoffnung schöpfen können.

Denn heute - anders als vor 27 Jahren - hat die Wissenschaft viele Antworten auf die Fragen, die Patienten stellen. Es gibt Medikamente, die bei guter Einstellung den Verlauf der Krankheit beeinflussen, und gesunde Ernährung leistet einen enorm wichtigen Beitrag.

Der Schlüssel zur nachhaltigen Linderung der Krankheit liegt aber in jedem selbst. In der Medizin ist heute kaum noch umstritten, dass die Psyche den Verlauf von Krankheiten beeinflussen, ja sie sogar hervorrufen oder beenden kann. Die Stabilisierung meines Seelenzustandes war und ist für mich der Schlüssel zum Umgang mit der MS. Eines der Ventile ist dabei das Schreiben.

Ob das Buch dann auch veröffentlicht wird, muss man abwarten. Es wird keine umwerfend neuen Erkenntnisse liefern, aber sicher auch nicht langweilig sein.

Mein Leben ist es nämlich auch nicht.